Ein Otoskop darf in keiner Praxis fehlen

OtoskopOb beim Hals- Nasen- Ohren Arzt, beim Allgemein-Mediziner oder auch beim Tierarzt, Otoskope sind in jeder Praxis zu finden. Es handelt sich hierbei um relativ einfache Apparaturen, mit denen ein Arzt tief in den Gehörgang sehen kann. So ist eine schnelle Untersuchung des Gehörganges und auch des Trommelfels möglich, bei denen eventuelle Abnormitäten sichtbar werden.

Das Otoskop ist ein Handstück in dem sich Batterien befinden und ein Ohrtrichter am oberen Ende angebracht ist. Durch die leichte Krümmung kann das Gerät einfach in ein Ohr eingeführt werden. Bei den Trichtern kann der Arzt zwischen verschiedenen Größen auswählen, denn es gibt schließlich auch unterschiedlich große Ohren. In dem Trichter befinden sich noch eine Vergrößerungslinse, sowie eine Lichtquelle, damit auch wirklich alles eingesehen werden kann.

Die Trichter bestehen entweder aus Metall, das nach jeder Untersuchung sterilisiert werden muss oder es handelt sich um einen leichten Kunststoff, der nach Gebrauch einfach entsorgt wird. Etwas teurere Otoskope haben mittlerweile schon Halogen- oder eine LED- Beleuchtung.

Was kann mit einem Otoskop erkannt werden?

Eine Untersuchung mittels eines Otoskops dauert nicht lange, aber es kann eine Menge erkannt werden. Der Arzt kann zum Beispiel ermitteln, ob es sich um eine Entzündung, einen Fremdkörper, Ohrenschmalz oder auch um Parasiten handelt, die sich im Ohr eingenistet haben.

Es gibt bei den Otoskopen unterschiedliche Varianten, für verschiedene Einsatzbereiche. Es gibt das Gerät mit einer schwenkbaren Lupe und ein wieder anders gebautes wird bei Operationen benutzt. Das Gerät kann ganz genau lokalisieren, wo sich beispielsweise ein Fremdkörper befindet, sodass er spielend leicht von einem Arzt entfernt werden kann.

Wieder anders gebaute Otoskope werden beim Tierarzt benutzt. Bedingt durch das Fell kann schlecht in die Ohren geschaut werden, aber gerade in ihnen setzen sich schnell Milben oder anderes Getier ab, was natürlich dort nicht hingehört. Es sind ganz unterschiedliche Symptome, mit denen Tierhalter in die Praxis kommen und in vielen Fällen muss der Tierarzt erst einmal raten, was dem kleinen Liebling eigentlich fehlt. Dass es sich hierbei um die Ohren handelt, wird meistens ersichtlich, weil das Tier sich kratzt oder mit dem Kopf auf dem Boden wälzt.

Warum ein Otoskop unersetzlich für einen Arzt ist, liegt auf der Hand, denn das Gerät ist nicht nur klein und dadurch sehr handlich, sondern es können unterschiedlich große Trichter verwendet werden und auch eine Lupe ist eingebaut, sodass selbst kleinste Fremdkörper zuverlässig gefunden werden können.

Otoskope und was sie leisten

Ein Otoskop sieht zwar etwas unscheinbar aus, aber es ist für die Ohruntersuchung unersetzlich. Es ist zudem ein sehr komplexes Instrument, das kleinste Schäden in den Ohren erkennt und nur so kann der Arzt auch eine sichere Diagnose stellen, die dann richtig behandelt werden kann.

Das sogenannte Ohrmikroskop lässt den behandelnden Arzt einen unmittelbaren Blick auf das Innere des Ohres werfen und so können selbst Schäden, die sich am Trommelfell befinden erkannt werden. Angefangen hat das Ganze mit einem einfachen Ohrenspiegel, der weiter entwickelt wurde. Die Batterien wurden in der Zwischenzeit maßgeblich mit Akkus ausgetauscht und die Beleuchtung übernimmt heute eine Halogen- Lampe oder LEDs.

Die Untersuchung mit einem Otoskop ist vollkommen schmerzfrei und ist bereits nach wenigen Sekunden beendet, wenn nichts gefunden werden kann. Die Ohruntersuchungen gehören heute zum Standard bei jeder Kontrolle und das nicht nur bei Menschen, sondern auch in der Tierarzt- Praxis.

Otoskope im Vergleich

Dass mit einem Otoskop eine genaue Untersuchung der Ohren möglich ist, wurde bereits erwähnt. Es gibt aber auch Geräte, die für den privaten Gebrauch geradezu prädestiniert sind. Viele benutzen sie nämlich nicht unbedingt, um Erkrankungen festzustellen, sondern auch für die Hygiene. Darum ist für den Hausgebrauch immer ein Gerät anzuraten, das über abnehmbare Trichter verfügt.

Die Geräte liegen in der Preisklasse zwischen unter 100 Euro, aber natürlich auch weit darüber hinaus. Moderne Ärzte nutzen bisweilen sogar schon Otoskope, die mit einem technischen Zusatz ausgestattet sind, sodass von innen Ohr- Videos gemacht werden können, um später eine noch genauere Diagnose zu erstellen.

Es gibt Otoskope mit einer direkten Beleuchtung und einer indirekten Beleuchtung. Die direkte Beleuchtung besteht aus einer Glühbirne im Inneren des Gerätes und so kann eine optimale Untersuchung stattfinden. Allerdings haben diese Geräte einen Nachteil, denn das Leuchtmittel verliert schnell an Leistung und muss so des Öfteren ausgetauscht werden.

Die indirekte Beleuchtung lässt einen schattenfreien Blick in das Ohr zu. Heute wird dafür eine Fiber- Optik- Technologie genutzt, die an Helligkeit kaum zu übertreffen ist. Dieses Otoskop lässt es zu, das der gesamte Gehörgang gut erkannt werden kann und es so gut wie keine Reflexionen gibt.

Hersteller von guten Otoskopen gibt es einige, wobei die Marke Heine am bekanntesten sein dürfte. Es werden dort unterschiedliche Varianten von Otoskopen hergestellt, die überwiegend von Ärzten genutzt werden. Für den privaten Gebrauch gibt es das Heine mini 3000, das zusammen klappbar ist. Mit einem Preis von gut 80 Euro ist es erschwinglich und es sind mehrere Dinge wie zum Beispiel, Batterien und Einwegtrichter im Lieferumfang enthalten.

Ein weiterer Hersteller der Geräte ist die Firma Riester. Die Otoskope zeichnen sich durch ihre Reflexionsarmut aus und werden auf Wunsch mit wahlweise LED- Licht oder einer Xenon- Beleuchtung verschickt. Auch hier sind Einwegtrichter und sogar ein Etui enthalten, indem das Otoskop gut aufbewahrt werden kann und so keinen Schaden nimmt.

Der Hersteller DocCheck setzt auf zeitloses Design und stellt Otoskope unter 50 Euro her, die aber keinesfalls minderwertig sind. Sie können einen Arzt genauso begleiten wie eine Privatperson und sie sind mit einer leistungsstarken Halogen- Beleuchtung ausgestattet.

Wer sich mit einem Otoskop ausstatten möchte, kann sich im Internet nach verschiedenen Anbietern umsehen und entscheiden, welches Otoskop es im Endeffekt sein soll. In der Technologie unterscheiden sie sich eigentlich nicht, nur das Design kann anders ausgesucht werden. Bei einem Kauf für den heimischen Medizinschrank muss es nicht zwangsläufig ein teures Gerät sein, denn auch die unter 100 Euro haben alles zu bieten, was gebraucht wird.

Ärzte haben natürlich hochwertigere Geräte, wobei die Praxen auch anders ausgestattet sind. Das Otoskop sollte nur über eine optimale Lichteffizienz und eine authentische Farbwiedergabe verfügen. Wer etwas Besseres haben möchte, sollte sich für ein Otoskop mit Fiberoptik entscheiden, denn hier ist ein besonders großes Sichtfeld vorhanden und einen scharfen Einblick gewährt es zudem auch.